Autor: Diatraprof

Erst Corona und dann zuckerkrank?

SARS-CoV-2 befällt viele Organe. Schwere Verläufe von COVID-19 betreffen nicht nur die Atemwege, den Verdauungstrakt, das Herz-Kreislauf- und Nervensystem, sondern auch den Stoffwechsel. Forschende der Ulmer Universitätsmedizin konnten nun in einer Studie nachweisen, dass SARS-CoV-2 bei gravierenden Krankheitsverläufen die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse infiziert. Dies erklärt möglicherweise das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Krankheitssymptomen von COVID-19-Patienten sowie die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei coronakranken Diabetikern.

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Parodontitis – Risikofaktor für schweren COVID-19-Verlauf

Ergebnisse einer aktuellen Studie zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer Parodontitis und einem schweren COVID-19-Verlauf. Demnach haben COVID-19-Patienten mit Parodontitis ein höheres Risiko für die Aufnahme auf Intensivstation, die Notwendigkeit einer unterstützten Beatmung und sogar einen tödlichen Ausgang der Erkrankung, als parodontal gesunde COVID-19-Patienten. Damit unterstreicht diese Studie die Bedeutung der parodontalen Gesundheit hinsichtlich der Prävention und möglicherweise sogar des Managements von COVID-19-Komplikationen.

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Viele Menschen mit Diabetes erhalten nun früher als geplant eine Corona-Impfung

Eine Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) aus dem Dezember 2020 regelt, wer in Deutschland wann ein Anrecht auf eine Corona-Impfung hat. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse soll nun die Priorisierung verändert werden und Menschen mit Diabetes (unabhängig vom jeweiligen Typ) oder bestimmten anderen Vorerkrankungen sollen früher als bislang vorgesehen gegen Corona geimpft werden können. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßen diese Änderung, da Menschen mit der chronischen Stoffwechselerkrankung bei einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 häufiger als Stoffwechselgesunde einen schwereren Verlauf der Erkrankung COVID-19 erleiden.

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Deutschland: Übermittelte COVID-19-Fälle in Krankenhäusern, ärztlichen Praxen, Dialyseeinrichtungen und Rettungsdiensten

Das Robert Koch Institut (RKI) berichtet die Zahlen von COVID-19-Fällen in Krankenhäusern, Arztpraxen, Dialysezentren, Rettungsdiensten u.ä.:
Stand 2. Februar 2021 wurden 62.866 COVID-19-Fälle von Personen, die in einer medizinischen Einrichtung gemäß § 23 Abs. 3 IfSG tätig waren, dem RKI übermittelt. 59 Todesfälle traten bislang im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung auf.

gesamt 62.866
hospitalisiert 1.858
verstorben 59
genesen (Schätzung) 58.600
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Aufklärungskampagne zur Diabetes-Früherkennung im Kindesalter – Im Lockdown steigt bei Kindern das Risiko einer schweren Stoffwechselentgleisung

Während des pandemiebedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 hat sich in Deutschland die Zahl der Kinder mit einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung aufgrund eines unentdeckten Diabetes sprunghaft verdoppelt. Das belegt eine Studie, die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht wurde. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, startet die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) eine Aufklärungskampagne zur Früherkennung eines Typ-1-Diabetes. Kinder- und Jugendärzte sollen Eltern künftig bei den Vorsorgeuntersuchungen U6 und U7a über Warnzeichen der Erkrankung informieren.

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ÖGN Stellungnahme zur Corona (COVID-19)-Schutzimpfung

Das Nationale Impfgremium hat Patient*innen mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz (eGFR < 45 ml/min), Dialysepatient*innen und Empfänger*innen von Nierentransplantaten sowie andere Patient*innen unter laufender Immunsuppression als Personen mit besonders hohem Risiko identifiziert und empfohlen, diese mit hoher Priorität zu impfen.

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Mehr Corona-Tote durch schlechte Mundhygiene

Eine neue britische Studie belegt, dass Menschen mit geschwollenem oder blutendem Zahnfleisch ein um bis zu 70 % höheres Risiko haben, an einer COVID-19 Infektion zu versterben. Das zeigt, wie wichtig eine gesunde Mundhöhle im Kampf gegen das Virus ist. Schon lange betonen Zahnmediziner Prof. Roland Frankenberger (Universität Marburg) und Diabetologe Prof. Andreas Pfützner (Pfützner Science & Health Institute, Mainz) die Wichtigkeit der oralen Immunkompetenz, auch im Rahmen der Pandemie. Mit ihrer Allianz für die orale Immunkompetenz vernetzt die MundgesundheitsStiftung (DMS) Experten vor Ort, Industrie und Verbände, um unnötige schwere Verläufe oder Todesfälle von Menschen mit COVID-19 zu verhindern.

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Teilnehmer*innen für die ambulante COVID-19 RES-Q-HR Studie gesucht

Am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) wird aktuell eine neue Studie zur ambulanten Behandlung von Erwachsenen in der Frühphase der SARS-CoV-2 Infektion und mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von COVID-19 gestartet. Für die frühe Phase der Infektion stehen bisher keine Therapien zur Verfügung. Die Studie vergleicht die Wirksamkeit von Rekonvaleszentenplasma oder einem Medikament mit der Standardtherapie oder Placebo, die als Kontrollgruppen dienen.

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Zuteilung von COVID-19-Impfstoffen

Dialysepatienten können nun auch mit höchster Priorität geimpft werden!
Die DGfN hat sich bei der STIKO und auf politischer Ebene dafür stark gemacht, dass Dialysepatientinnen und -patienten aufgrund ihrer Vulnerabilität bei der Impfung gegen SARS-CoV-2 zur Gruppe mit höchster Impfpriorisierung zählen. Am 8. Januar 2021 wurde lt. STIKO dank „Hinweisen der DGfN und weiterer Fachgesellschaften“ eine Öffnung der Priorisierungskategorien in die Empfehlungen zur Impfung gegen Covid-19 aufgenommen.

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