Schlagwort: Diabetologie

Diabetesvorsorge darf dem Lockdown nicht wieder zum Opfer fallen

Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatten viele Menschen mit Diabetes Vorsorgetermine aus Angst vor einer Ansteckung abgesagt. Dies dürfe sich jetzt beim zweiten Lockdown nicht wiederholen, warnt der Verband der Diabetes Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November. Vorsorgetermine sind nicht nur notwendig, um beginnende Komplikationen frühzeitig zu erkennen und abzuwenden – sie schützen auch vor schweren Covid-19-Verläufen.

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Warum die Diabetesversorgung an Kliniken gerade in Corona-Zeiten so wichtig ist

In Deutschland ist die ambulante Versorgung von Diabetespatientinnen und -patienten aufgrund vielfältiger Behandlungsmöglichkeiten sehr gut. Dennoch ist der Blutzucker bei mindestens jedem Dritten nicht optimal eingestellt, wie aktuelle Studien zeigen. Infolgedessen ist die Zahl der diabetischen Folgeerkrankungen weiterhin zu hoch, konstatiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im Vorfeld des Weltdiabetestags (14. November 2020). Sofern der Stoffwechsel im Rahmen der ambulanten Therapie nicht adäquat eingestellt werden kann, müssen Ärztinnen und Ärzte in stationären Einrichtungen die Behandlung übernehmen oder bei Notfällen zur Verfügung stehen. Allerdings nehme die diabetologische Expertise an Kliniken seit Jahrzehnten ab. Aktuell fehle es auch auf Intensivstationen an hinreichend geschultem Personal, um Diabetespatienten – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie – ausreichend zu versorgen, so die DDG.

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Auch das Corona-Diabetes-Register unterstreicht Relevanz von Prädiabetes

Prädiabetes wird viel zu selten erkannt und noch viel weniger wird gegengesteuert. Die Österreichische Diabetes Gesellschaft klärt darüber auf, dass bereits ein Prädiabetes Schäden verursachen kann, die als Folgeerkrankungen des manifesten Diabetes bekannt sind. Studien zeigen: Würde der Prädiabetes häufiger diagnostiziert und therapeutisch begleitet, könnten nicht nur viele Diabeteserkrankungen verhindert, sondern auch ein breites Spektrum von Diabetesfolgen vermieden oder vermindert werden. Sogar bei Covid 19 zeigt sich, dass bereits ein Prädiabetes gefährlich sein kann. Die Aufnahme des Hba1c-Wertes in die Vorsorgeuntersuchung wäre eine praktikable Möglichkeit frühzeitig gegenzusteuern.

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Bei Diabetes Typ 1 oder Typ 2 frühzeitig gegen Grippe-Viren impfen

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt Menschen mit Diabetes mellitus, sich jährlich gegen Grippe impfen zu lassen. Denn Menschen mit einer chronischen Erkrankung haben ein erhöhtes Risiko für Grippeinfektionen. Zudem verläuft eine Virusgrippe bei ihnen häufig schwerer. Darüber hinaus liegen bislang keine Daten dazu vor, wie sich eine gleichzeitige Infektion mit Influenza und dem SARS-CoV-2-Virus auswirkt. Gegen Influenza-Viren wird idealerweise im Herbst geimpft. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rät Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes daher, sich nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt möglichst bald immunisieren zu lassen.

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Auswirkungen von COVID-19 auf Diabetes-Patienten

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) untersucht mittels eines Registers die Ursachen für das erhöhte Risiko eines schweren COVID-19-Krankheitsverlaufs bei Menschen mit Diabetes mellitus. Das Projekt wird unter anderem von Boehringer Ingelheim unterstützt. Durchgeführt wird die Studie unter der Leitung von Expertinnen und Experten der Universitäten Innsbruck und Graz.

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Erste Zahlen: Hatte der COVID-19-Lock Down Einfluss auf die Diabetes-Erkrankungsrate bei Kindern und Jugendlichen?

Nach Katastrophen wie dem Gau im Kernkraftwerk Tschernobyl 1986 und dem Erdbeben in Los Angeles 1994 stiegen die Neuerkrankungen für Diabetes mellitus Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen deutlich an. Ob sich die Corona-Pandemie ähnlich dramatisch auf die hiesige Erkrankungsrate ausgewirkt haben, oder der Lock Down sogar Virusinfekte verringert und dadurch die Erkrankungsrate gesenkt haben könnte, gingen nun Autoren eines Short-Reports im Fachjournal „Diabetes Care“ nach. „Denn nicht nur Stress gilt als Risikofaktor für Diabetes Typ 1. Auch Virusinfekte können die Stoffwechselerkrankung mit verursachen“, erklärt Professor Dr. med. Andreas Neu, Vizepräsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). 

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Spielen Hormone eine Schlüsselrolle bei COVID-19?

Kürzlich wies ein Bericht der Vereinten Nationen (UN) darauf hin, dass durch die Corona-Pandemie die psychischen Belastungen weltweit dramatisch ansteigen1. Für Patienten mit Hormon- und Stoffwechselerkrankungen können zusätzlicher Stress und die Pandemie erhebliche Folgen für das Therapiemanagement haben, da das Stresshormon Kortisol viele Stoffwechselprozesse steuert. Was Betroffene in dieser Krisenzeit zu beachten haben und inwiefern das Hormon auch in Zusammenhang mit einem eventuell schwereren Krankheitsverlauf bei COVID-19 steht, erklärten Experten auf der gemeinsamen Online-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) am 30. Juni 2020. Außerdem berichteten sie über den aktuellen Wissensstand zum Kortisol-Präparat „Dexamethason“, dessen Anwendung bei schweren COVID-19-Verläufen derzeit diskutiert wird.

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On­line-Be­fra­gung zur CO­VID-19: Wel­che Rol­le spielt der Le­bens­stil?

Das Studienzentrum Diabetes des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München führt eine neue Online-Studie durch. Die Studie „Untersuchung des Einflusses von Lebensstilfaktoren auf die Schwere einer akuten COVID-19-Erkrankung und deren mittelfristige Folgen“, kurz LIFE & COVID, geht der Fragestellung nach, inwieweit sich der Lebensstil auf den Verlauf von COVID-19 auswirkt.

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Videoschulungen unterstützen Menschen mit Diabetes

Menschen mit Diabetes stellen unter bestimmten Umständen eine Risikogruppe für Covid-19 dar. Erste Studien geben Hinweise darauf, dass eine Covid-19-Erkrankung bei Diabetes einen ungünstigeren Verlauf nehmen kann. Ein prinzipiell veränderbarer Risikofaktor betrifft erhöhte Glukosewerte, die das Immunsystem schwächen. Um Patientinnen und Patienten bei der Umsetzung der Therapie mit dem Ziel einer besseren Glukoseeinstellung zu unterstützen, gibt es in den KV-Bezirken Nordrhein, Westfalen-Lippe, Niedersachsen und mit Einschränkungen in Rheinland-Pfalz Ausnahmeregelungen für eine Videoschulung statt der üblichen Präsenzgruppenschulung.

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Typ-1-Diabetes-Früherkennungsstudie testet nun Tausende Kinder auch auf Antikörper gegen SARS-CoV-2

Flächendeckende Antikörpertests gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 könnten dabei helfen, realistische Werte über die Infektionshäufigkeit mit dem Erreger zu erhalten. Forschende der etablierten Screening-Studie „Fr1da plus“, die Kinder in Bayern auf ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes testen, beziehen diese Test nun direkt in ihre Untersuchungen mit ein. Gemeinsam mit einem bestehenden Netzwerk aus rund 600 Kinder-und Jugendärztinnen und -ärzten und unter der Leitung des Helmholtz Zentrums München könnten sie bis zu 65.000 Blutproben aus der Fr1da-plus-Studie nun auch auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 testen.

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