Aktuelle Informationen zu COVID-19 aus den Bereichen Nephrologie, Transplantation und Diabetologie

Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und haben keinen Nachteil durch eine spätere Impfung

In der zweiten Aktualisierung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur COVID-19-Impfung wird der Stufenplan für die Impfempfehlung näher ausgeführt. Die Priorisierung richtet sich dabei unter anderem nach Risikofaktoren wie Alter oder Vor- und Grunderkrankungen. Menschen mit Diabetes und einem erhöhten HbA1c-Wert werden demnach unabhängig von ihrem Alter und der Unterscheidung zwischen Typ-1 und Typ-2-Diabetes der Personengruppe 3 zugeordnet. Kinder und Jugendliche mit einem Typ-1-Diabetes, auch wenn sie einen HbA1c-Wert von ≥ 7.5% haben, tragen laut Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Deshalb befürwortet die AGPD diese Patienten nicht zu priorisieren, da sie keinen Nachteil für junge Patientinnen und Patienten sieht, wenn sie wie ihre Altersgenossen später geimpft werden.

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Video zur FAQ-Onlineveranstaltung: Corona-Impfung nach Organtransplantation?

In einer Online-Veranstaltung, die am 2. Februar 2021 stattfand, initiiert von der Stiftung Über Leben, haben Betroffene Antworten von Experten auf ihre wichtigen Fragen rund um das Thema Corona-Impfung für Organtransplantierte erhalten. Organtransplantierte sind durch das Coronavirus besonders gefährdet und können früher eine Impfung erhalten, als Gleichaltrige ohne Vorerkrankung. Jedoch sind viele Patient*­innen und ihre Angehörigen verunsichert: Wie wirkt sich eine Impfung auf den Therapieverlauf bei Organtransplantierten aus? Welche Wirkung können die Impfstoffe auf Menschen mit beeinträchtigtem oder unterdrücktem Immunsystem haben und welcher (zugelassene) Impfstoff ist für diese Risikogruppe am besten geeignet?

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Alle Corona-Viren in einer Dose

Cola-Dose
Der Mathematiker Kit Yates, University of Bath/Großbritannien, hat berechnet, dass aktuell weltweit alle Sars-CoV-2-Viren in eine Limo-Dose passen. Für diese Berechnung flossen folgende Merkmale ein: Größe von Sars-CoV-2 – ein einzelnes Coronavirus misst im Durchmissen zwischen 60 und 140 Nanometer -, Virenanzahl bei einem infizierten Menschen, Zahl der Infizierten.
Wenn jetzt nun noch jemand käme, die Dose auf ex austrinken und auf nimmerwiedersehen verschwinden würde, wäre das doch toll…

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Leitfaden zur Organspende-Aufklärung: BZgA lädt zur Online-Umfrage ein

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende am 1. März 2022 besteht für Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, sich bei ihrer Hausärztin bzw. ihrem Hausarzt zur Organ- und Gewebespende beraten zu lassen. Um die Hausärztinnen und Hausärzte hierbei zu unterstützen, möchte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ihnen die Informationsbroschüre: “Aufklärung zur Organ- und Gewebespende. Ein Leitfaden für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte” an die Hand geben.

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Aktualisierte STIKO-Impfempfehlung gegen COVID-19


Für die Impfung soll einer der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe (Comirnaty von BioNTech/Pfizer, COVID-19-Vaccine von Moderna) oder der zugelassene Vektor-basierte Impfstoff (COVID-19 Vaccine AstraZeneca) verwendet werden. Eine begonnene Impfserie muss mit demselben Produkt abgeschlossen werden. Die beiden mRNA-Impfstoffe werden hinsichtlich Sicher heit und Wirksamkeit als gleichwertig beurteilt. Der COVID-19-Impfstoff von Astra-Zeneca wird aktuell aufgrund der derzeit verfügbaren Daten nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen; zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen bisher keine ausreichenden Daten vor. Abgesehen von dieser Einschränkung wird dieser Impfstoff ebenfalls als geeignet zum Individual-schutz und zur Bekämpfung der Pandemie angesehen. Direkte Vergleichsstudien zwischen den verschiedenen Impfstoffen fehlen.

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Erst Corona und dann zuckerkrank?

SARS-CoV-2 befällt viele Organe. Schwere Verläufe von COVID-19 betreffen nicht nur die Atemwege, den Verdauungstrakt, das Herz-Kreislauf- und Nervensystem, sondern auch den Stoffwechsel. Forschende der Ulmer Universitätsmedizin konnten nun in einer Studie nachweisen, dass SARS-CoV-2 bei gravierenden Krankheitsverläufen die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse infiziert. Dies erklärt möglicherweise das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Krankheitssymptomen von COVID-19-Patienten sowie die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei coronakranken Diabetikern.

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Parodontitis – Risikofaktor für schweren COVID-19-Verlauf

Ergebnisse einer aktuellen Studie zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer Parodontitis und einem schweren COVID-19-Verlauf. Demnach haben COVID-19-Patienten mit Parodontitis ein höheres Risiko für die Aufnahme auf Intensivstation, die Notwendigkeit einer unterstützten Beatmung und sogar einen tödlichen Ausgang der Erkrankung, als parodontal gesunde COVID-19-Patienten. Damit unterstreicht diese Studie die Bedeutung der parodontalen Gesundheit hinsichtlich der Prävention und möglicherweise sogar des Managements von COVID-19-Komplikationen.

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Viele Menschen mit Diabetes erhalten nun früher als geplant eine Corona-Impfung

Eine Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) aus dem Dezember 2020 regelt, wer in Deutschland wann ein Anrecht auf eine Corona-Impfung hat. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse soll nun die Priorisierung verändert werden und Menschen mit Diabetes (unabhängig vom jeweiligen Typ) oder bestimmten anderen Vorerkrankungen sollen früher als bislang vorgesehen gegen Corona geimpft werden können. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßen diese Änderung, da Menschen mit der chronischen Stoffwechselerkrankung bei einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 häufiger als Stoffwechselgesunde einen schwereren Verlauf der Erkrankung COVID-19 erleiden.

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Deutschland: Übermittelte COVID-19-Fälle in Krankenhäusern, ärztlichen Praxen, Dialyseeinrichtungen und Rettungsdiensten

Das Robert Koch Institut (RKI) berichtet die Zahlen von COVID-19-Fällen in Krankenhäusern, Arztpraxen, Dialysezentren, Rettungsdiensten u.ä.:
Stand 2. Februar 2021 wurden 62.866 COVID-19-Fälle von Personen, die in einer medizinischen Einrichtung gemäß § 23 Abs. 3 IfSG tätig waren, dem RKI übermittelt. 59 Todesfälle traten bislang im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung auf.

gesamt 62.866
hospitalisiert 1.858
verstorben 59
genesen (Schätzung) 58.600
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Aufklärungskampagne zur Diabetes-Früherkennung im Kindesalter – Im Lockdown steigt bei Kindern das Risiko einer schweren Stoffwechselentgleisung

Während des pandemiebedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 hat sich in Deutschland die Zahl der Kinder mit einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung aufgrund eines unentdeckten Diabetes sprunghaft verdoppelt. Das belegt eine Studie, die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht wurde. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, startet die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) eine Aufklärungskampagne zur Früherkennung eines Typ-1-Diabetes. Kinder- und Jugendärzte sollen Eltern künftig bei den Vorsorgeuntersuchungen U6 und U7a über Warnzeichen der Erkrankung informieren.

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