COVID-Guide für eine Ersteinschätzung zu einer möglichen Coronavirus-Erkrankung

Mit „Together against Coronavirus“ haben verschiedene medizinische Fachexperten aus der Schweiz, Deutschland und Italien über die Grenzen hinweg ein telemedizinisches Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen. Mit dem mehrsprachigen COVID-Guide in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch stellen sie eine kostenfreie Webanwendung zur Verfügung, die es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, selbst eine Ersteinschätzung zu einer möglichen Coronavirus-Erkrankung vorzunehmen.

Die Coronavirus-Pandemie hat gezeigt, wie schnell ein Gesundheitssystem an seine Grenzen kommen kann. Eine Entlastung kann hierbei ein digitales Werkzeug zur Ersteinschätzung bieten. Mit dem COVID-Guide soll die Bevölkerung befähigt werden, die eigene Situation sicher und schnell einzuschätzen und entsprechend zu handeln.

Entwickelt wurde der COVID-Guide vom interdisziplinären Netzwerk „Together against Coronavirus“, das sich aus medizinischen Fachexperten aus der Schweiz, Deutschland und Italien zusammensetzt.

Neben der Ersteinschätzung der aktuellen Situation ist der COVID-Guide auch in der Lage, Patienten zu Hause zu begleiten und so frühzeitig das Auftreten von möglichen weiteren Alarmsymptomen zu erkennen.

„Wir müssen uns bewusst sein, dass Patienten mit Fieber und Husten trotz der Pandemie neben COVID-19 auch andere Krankheiten haben können. Die grundsätzliche Empfehlung, dass Menschen mit Atembeschwerden jetzt zu Hause bleiben, kann gefährlich sein. Mit COVID-Guide stellen wir einen medizinisches Werkzeug zur Ersteinschätzung zur Verfügung, das es ermöglicht, die richtigen Patienten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu behandeln“, sagt Dr. Andreas Meer, Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin, CEO der in4medicine AG.

Je nach Beschwerdebild sollen Patienten entweder zu Hause, vom Hausarzt oder – in dringenden Fällen – in der Notaufnahme eines Krankenhauses versorgt werden. Der COVID-Guide liefert für verschiedene Situationen sowohl eine medizinische Entscheidungshilfe als auch die von der WHO und den nationalen Organisationen bereitgestellten Hinweise, wie beispielsweise die Empfehlungen zur Selbst-Quarantäne und zur Selbst-Isolation.

Der COVID-Guide basiert auf der derzeit im schweizerischen und im deutschen Gesundheitswesen eingesetzte Ersteinschätzungssoftware SMASS/SmED, die dank künstlicher Intelligenz in der Lage ist, das klinische Risiko der Patienten zu stratifizieren, indem sie auf der Grundlage epidemiologischer Kriterien und klinischer Muster die beste umzusetzende Strategie identifiziert.

Der COVID-Guide steht unter https://www.covidguide.health kostenlos in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch zur Verfügung. Die Webapplikation ermöglicht der Bevölkerung, bei Beschwerden und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Coronavirus selbst eine qualifizierte medizinische und epidemiologische Ersteinschätzung der Situation vorzunehmen.

Der COVID-Guide ist ein Medizinprodukt und wurde entsprechend der europäischen Medizinprodukterichtlinie (93/42/EWG MDD, MDR) entwickelt.

Das Team: Zum Entwicklungsteam gehören neben der in4medicine AG, der Entwicklerin des SMASS/SmED-Software, auch die digitale Notfallmedizin des Universitäten Notfallzentrums, Inselspital Bern, das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland und die CONSTANTINE-Gruppe (Covid Neural Selftriage App – National Telemedicine Interdisciplinary Network), eine italienische Task Force von Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachdisziplinen. Die Rechenzentrumdienstleistungen werden von der MTF Schweiz AG zur Verfügung gestellt.

(Quelle: Health Care Quality Systems GmbH – HCQS)