Einführung eines Datenregisters für transplantierte COVID-19 Patienten

Der Vorstand der DTG hat sich wie einige andere Fachgesellschaften für die Etablierung eines COVID-19-Transplantationsregisters als Substudie des Lean European Open Survey on SARS-CoV-2 (LEOSS-Register) entschieden, das in Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) mit der ESCMID Emerging Infections Task Force (EITaF) gerade neu etabliert wurde. Die transplantationsspezifische Substudie bzw. Datenabfrage wurde bereits in vorläufiger Form in das LEOSS-Register eingearbeitet, so dass es von allen COVID-19 betreuenden Ärzten benutzt werden kann. Der große Vorteil dieser Zusammenarbeit mit den Infektiologen innerhalb eines einheitlichen Registers ist die direkte Vergleichsmöglichkeit mit vielen anderen Patientengruppen, wie z.B. Stammzelltransplantierten oder Nicht-Transplantierten etc..

Dieses gesamteuropäische Register ermöglicht eine sowohl prospektive als auch retrospektive Dateneingabe in ausschließlich voll-anonymisierter Form, was zwangsweise/bewusst eine gewisse Unschärfe in der Patientencharakterisierung bewirkt, aber den Vorteil hat, dass ein Patienteneinverständnis nicht erforderlich ist. Alle notwendigen Ethikvoten werden zentral eingeholt und verzögern den sofortigen Beginn von Registereintragungen nicht. Diese Datenerhebung kann, wenn sie sehr konsequent und schnell von niedergelassenen und Krankenhausärzten durchgeführt wird, bereits wichtige Informationen für die Identifizierung und das Handling von Risikogruppierungen unter der noch laufenden Pandemie erzielen und beeinflussen. Hierbei kann man sich je nach Bedarf entweder ein personalisiertes Einzelaccount oder ein Sammelaccount (Kliniken, Großpraxis) erstellen lassen.

Bitte helfen Sie mit dem Eintrag von allen COVID-19 positiven Patienten nach Organtransplantation unter folgender Registeradresse: https://leoss.net/

(Quelle: DSO)